Bodenspuren

Sinus-Flugbahn von Navigationssatelliten

StreamCaching nutzt die in Smartphones integrierten GPS-Empfänger, um das Publikum an die Hörorte zu navigieren. Die Hörorte mit ihrer speziellen Anordnung zeichnen die Flugbahn dieser Satelliten über den Breitengrad von Hamburg nach.

Das Global Positioning System (GPS) besteht derzeit aus 31 Satelliten, die auf sechs verschiedene Bahnebenen verteilt sind. Die Bahnen laufen in Korelation zur Erd-Rotation relativ zum Äquator in einer Inklination von 55°. Zöge man eine Lotrechte zwischen Satelliten und Erdmittelpunkt, zeichnen die Satelliten auf der Erdoberfläche eine Sinusförmige „Bodenspur“. Auf dem Breitengrad 53,5°, auf dem Hamburg liegt, kann man eine (theoretische) Bodenspur errechnen, die den Breitengrad in einem Winkel von +/-23,2° schneidet. An den Achsen, die diese beiden Winkel in der Innenstadt von Hamburg nachzeichnen, sind die Hörpunkte von StreamCaching aufgereiht. Am Schnittpunkt findet sich – im Andenken an Karlheinz Stockausen – die SIRIUS-Hotline.

Zwar verändert sich die Bodenspur der Satelliten nicht allzu schnell, das heisst, ein wirklich lotrechter Überflug von Hamburg durch die GPS-Satelliten ist relativ selten. Jedoch ist das StreamCaching-Projekt auf Dauer angelegt, so dass eine direkte Überschneidung der durch Hörstücke in die Stadt geschriebenen Bodenspuren mit den Flugbahnen der GPS-Satelliten perspektivisch in die Zukunft weist.

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